Einzigartige Kunst, im Alltag die Komfortzone zu verlassen und miteinander statt übereinander zu sprechen: In der bereits 5. Ausgabe in 2026 unseres MÄHGAZINs lesen Sie, warum aus einer grauen Giebelwand in der Albert-Vater-Straße ein Wimmelbild geworden ist, über das jetzt halb Magdeburg rätselt.
Kommen wir ins Gespräch
Kunst ist für uns immer wieder ein Weg, ins Gespräch zu kommen und die eigene Komfortzone zu verlassen. Dank den Künstlern von strichocde art ist uns das auch dieses Mal wieder gelungen. Diese Herangehensweise gilt auch für den Alltag in unserer Genossenschaft: Im selben Treppenhaus wohnt die halbe Welt.
Mehr über FASSADENKUNST in MAGDEBURG erfahrenAlle unter einem Dach
In rund 5.000 Haushalten in 13 Stadtteilen finden wir sie alle: Die ältere Nachbarin, die seit Jahrzehnten dieselbe Wohnungstür aufschließt. Den Azubi im vierten Stock, der um halb sechs aus dem Haus geht. Die Familie, die vor vier Wochen eingezogen ist und sich manchmal noch fragt, wo das ein oder andere im Haus zu finden ist. Oft kommen noch unterschiedliche Vorlieben beim Kochen, Musik hören und der eigenen inneren Uhr zusammen, kulturelle Einflüsse inklusive. Das bringt Reibung mit sich und genau das wissen wir.
Wer nachts arbeitet, denkt über die beste Zeit zum Wäschewaschen anders als jemand mit drei Kindern und Hausaufgabenzeit um 16 Uhr, oder, oder, oder… Die Liste der Unterschiede ist lang. Daher ist es uns wichtig, besonders in diesen Zeiten miteinander statt übereinander zu sprechen.
Ja, die Welt und das Zusammenleben ist um einiges komplizierter geworden. Aussichtslos ist beides nicht.
Die zweite Miete
Ein Thema, das auch immer wieder unsichtbar mit am Küchentisch sitzt: Was bedeutet „bezahlbar“ zu wohnen? Wohnungsunternehmen und insbesondere Genossenschaften wie wir, investieren viel Geld in ihre Bestände.
Aber auf Müllgebühren, Wasser- und Abwasserkosten oder viele andere Bestandteile der Betriebskosten haben wir kaum Einfluss. Am Ende ist es für unsere Mitglieder entscheidend, was Wohnen insgesamt kostet. Deshalb gehört für uns zur Debatte über bezahlbares Wohnen nicht nur die Frage: Wie entwickeln sich die Mieten? Sondern eben auch: Was können Kommunen, Versorger und Wohnungswirtschaft gemeinsam tun, damit die Nebenkosten nicht zur eigentlichen zweiten Miete werden?
Die aktuelle Mitgliederumfrage
Unterschiedliche Meinungen zu diesem und anderen Themen haben wir zuletzt in der aktuellen Mitgliederumfrage bekommen und zeigen Ihnen auf Seite 7 was wir aus den Ergebnissen für alle herausholen werden. Wir wünschen Ihnen auch in dieser Ausgabe wieder viele Aha-Momente beim Lesen.
Herzlichst,
Jörg Koßmann & Jens Schneider
DSW-Vorstand
