Wenn es mal lauter wird
Nachbarschaftliche Tipps Ihrer DSW
Sonntagvormittag und über Ihnen läuft die Bohrmaschine: Diesen Moment kennen Sie, oder? Lärm sorgt im Mehrfamilienhaus für mehr Reibung als jedes andere Thema, noch vor Mülltrennung und Rädern im Flur. Gut nur, dass die meisten Konflikte enden, bevor sie richtig anfangen. Wie das gelingt, lesen Sie hier.
Warum Lärm so oft knirscht
Jeder Mensch hört anders. Der eine schläft bei offenem Fenster tief und fest, die andere schreckt schon beim Klacken der Heizung hoch. Dazu kommen die unterschiedlichen Tagesabläufe, denn wer früh raus muss, braucht abends Ruhe. Familien mit kleinen Kindern und
ältere Mitglieder achten oft auch tagsüber auf die Mittagsruhe. Genau hier setzen die Ruhezeiten an. Keine Schikane, sondern der kleinste gemeinsame Nenner für ein Haus voller verschiedener Leben. Wer sich daran hält, hat die wichtigste Grundlage schon gelegt und den Rest macht der Umgangston.
GUT ZU WISSEN
So herrscht Ruhe im Haus
Rücksicht beim Geräuschpegel: Achten Sie
darauf, dass Geräusche aus Ihrer Wohnung
auf dem normalen Maß bleiben. So fühlen
sich alle im Haus wohl.
Zwei feste Ruhefenster: Von 13 bis 15 Uhr und 20 bis 7 Uhr
ist Zeit für Ruhe. Lautere Arbeiten wie Bohren, Sägen oder
Hämmern müssen Sie während dieser Zeit unterbrechen.
Zimmerlautstärke genügt: Fernseher, Radio, PC und auch
das eigene Instrument tönen nur auf Zimmerlautstärke.
Sonntag ist Ruhetag: An Sonn- und Feiertagen sollte es
besonders leise zugehen. Gönnen Sie allen diese Pause.
Wenn die Genossenschaft ran muss: Eilige Reparaturen und
Baumaßnahmen in unserem Auftrag nehmen wir von den
Ruhezeiten aus. Sie dulden keinen Aufschub und sichern Ihr
Zuhause.
Reden hilft mehr als ein Zettel im Flur
Die wenigsten Störungen passieren aus böser Absicht. Meist steckt Gedankenlosigkeit dahinter, manchmal ein Problem, von dem die Nachbarn nichts ahnen. Der erste Weg führt deshalb nicht zum Ordnungsamt, sondern eine Etage höher oder tiefer. Klingeln. Freundlich bleiben und den eigenen Standpunkt schildern, völlig ohne Vorwurf.
Ein ruhiges Gespräch an der Wohnungstür bringt fast immer mehr als ein verärgerter Aushang im Treppenhaus. Wer ein freundliches Wort hört statt eines Vorwurfs, reagiert anders. Oft stellt sich heraus, dass die laute Musik vom Donnerstag eine einmalige Sache war: Die Nachbarn haben Geburtstag gefeiert und schon ist das Problem gelöst.

Wer feiert oder umzieht, sagt vorher Bescheid Manche Lautstärke gehört dazu: Ein Umzug rumpelt, eine Feier wird lebhaft und das ist verständlich, solange alle vorher davon wissen. Die anderen nehmen Rücksicht, wenn sie wissen, was kommt. Ein kurzer Hinweis
im Treppenhaus oder ein Zettel am Briefkasten wirken Wunder und so wird aus drohendem Ärger schnell ein wohlwollendes Kopfnicken.
Den Rahmen dafür gibt unsere Hausordnung. Sie regelt Ruhezeiten, die Nutzung von Waschkeller und Fahrradraum und vieles mehr. Jedes Mitglied hat sie beim Einzug anerkannt. Im Streitfall ist sie der Maßstab, auf den sich alle berufen.
Manchmal darf es richtig laut sein
Wenn ein ganzes Haus zusammenkommt, wird es laut. Und das ist gut so. Beim gemeinsamen Feiern werden aus Namen am Klingelschild Gesichter und danach sehen alle viel leichter über die Bohrmaschine vom letzten Sonntag hinweg.
Wohnung mieten >
Auf Wohnungssuche in Magdeburg? Unsere Immobilien in Magdeburg haben viel zu bieten: Aufzüge, Balkone und hervorragende Standorte in den schönsten Stadtteilen der Stadt.
