2015 haben sich 193 Staaten auf 17 gemeinsame Ziele geeinigt: die Welt bis 2030 gerechter, sauberer und lebenswerter machen. Klingt nach großer Politik und weit weg. Ist es aber nicht, denn wer bei der DSW wohnt, lebt in einigen dieser Ziele bereits mittendrin, ohne es vielleicht zu wissen.
Umgang mit Nachhaltigkeit in unserer Genossenschaft
Was sind SDGs und warum erzählen wir Ihnen davon?
Sustainable Development Goals (SDGs) sind einfach gesagt Nachhaltigkeitsziele. Die Vereinten Nationen haben sie als Teil der Agenda 2030 verabschiedet. 17 Ziele, die Armut beenden, Klimawandel bremsen und soziale Gerechtigkeit stärken sollen. Nicht nur Regierungen sind gefragt, sondern auch Unternehmen, Genossenschaften und jede einzelne Person.
Für eine Wohnungsgenossenschaft wie die DSW ist das keine abstrakte Angelegenheit. Denn hinter Zielen wie „Bezahlbare und saubere Energie“ oder „Nachhaltige Städte und Gemeinden“ stecken Fragen, die eine Wohnungsgenossenschaft täglich beantwortet: Wie beheizen wir unsere Häuser? Wie gestalten wir unsere Außenanlagen? Wie modernisieren wir? Wie gestalten wir Nachbarschaft?
Warum Ziele für uns wichtig sind
Eine Genossenschaft gehört ihren Mitgliedern und ihr Auftrag ist es gutes und bezahlbares Wohnen langfristig zu sichern. Genau hier findet sich die Überschneidung zur Nachhaltigkeit: so handeln, dass ein Leben auch für die nächste Generation noch gut funktioniert. Die DSW entwickelt deshalb eine übersichtliche Nachhaltigkeitsstrategie. Nicht weil es Vorschrift ist, sondern weil es zum Selbstverständnis einer Genossenschaft gehört. Wer Verantwortung für fast 5.000 Wohnungen trägt, muss sich regelmäßig fragen: Was tun wir gut? Wo können wir besser werden? Und wie wirkt unser Handeln auf Umwelt, Nachbarschaft und Gemeinschaft?
Was Sie davon haben
Die Nachhaltigkeitsberichterstattung, die daraus folgt, macht unser Handeln transparent für alle. Verbräuche, soziale Maßnahmen, Investitionen in den Bestand und Mitbestimmung: Dabei beziehen wir Mitglieder und Mitarbeitende gleichermaßen mit ein und verankern die Themen fest im Alltag unserer Genossenschaft.
Die 17 Ziele und was die DSW damit zu tun hat
Nicht alle 17 Nachhaltigkeitsziele berühren den Alltag unser Wohnungsgenossenschaft gleich stark. Manche liegen nah, manche werden indirekt beeinflusst. Der entscheidende Gedanke dahinter: Die 17 Ziele hängen zusammen. Wer bezahlbares Wohnen sichert, reduziert Ungleichheit. Wer Klimaschutz betreibt, schützt auch Gesundheit. Wer Biodiversität fördert, sichert Wasserversorgung. Kein Ziel lässt sich isoliert erreichen.
Hier sind alle 17 Nachhaltigkeitsziele kurz erklärt:
SDG 1 –
Keine Armut
Weltweit soll niemand mehr in extremer Armut leben müssen das heißt: ein Mindestmaß an Einkommen, sozialer Absicherung und Perspektive für alle Menschen.
SDG 2 –
Kein Hunger
Genug zu essen, gesunde Ernährung und eine Landwirtschaft, die auch morgen noch funktioniert.
SDG 3 –
Gesundheit und Wohlergehen
Gute Gesundheitsversorgung soll für jeden Menschen zugänglich sein unabhängig davon, wo jemand lebt oder wie viel er verdient.
SDG 4 –
Hochwertige Bildung
Jedes Kind, jeder Erwachsene soll als Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben und gesellschaftliche Teilhabe die Chance auf gute Bildung haben.
SDG 5 –
Geschlechtergleichheit
Frauen und Mädchen sollen weltweit im Beruf, in der Familie, in der Politik. die gleichen Rechte, Chancen und Möglichkeiten haben wie Männer.
SDG 6 –
Sauberes Wasser und Sanitärversorgung
Sauberes Trinkwasser und funktionierende Sanitäranlagen sind keine Selbstverständlichkeit für Milliarden Menschen weltweit schon gar nicht. Das soll sich ändern.
SDG 7 –
Bezahlbare und saubere Energie
Strom und Wärme sollen für alle erschwinglich, zuverlässig und zunehmend aus erneuerbaren Quellen kommen.
SDG 8 –
Menschenwürdige Arbeit und
Wirtschaftswachstum
Arbeit soll fair bezahlt sein, sichere Bedingungen bieten und echte Perspektiven schaffen – Wachstum, das nur wenigen nützt, reicht nicht.
SDG 9 –
Industrie, Innovation und Infrastruktur
Straßen, Netze, Fabriken, digitale Verbindungen: Eine belastbare Infrastruktur ist die Grundlage dafür, dass Gesellschaften und Wirtschaften funktionieren.
SDG 10 –
Weniger Ungleichheiten
Die Schere zwischen Arm und Reich soll kleiner werden, nicht größer.
SDG 11 –
Nachhaltige Städte und Gemeinden
Städte sollen Orte sein, an denen alle gut leben können: sicher, bezahlbar, grün und mit echter Gemeinschaft – egal ob Großstadt oder Magdeburg-Stadtfeld.
SDG 12 –
Nachhaltiger Konsum und Produktion
Wir verbrauchen mehr Ressourcen, als die Erde liefern kann. Das soll sich ändern: weniger Wegwerfen, länger nutzen, klüger produzieren.
SDG 13 –
Maßnahmen zum Klimaschutz
Den Klimawandel aufhalten werden wir nicht mehr aber bremsen schon. Weniger CO₂, mehr Anpassung, schnelleres Handeln: jetzt.
SDG 14 –
Leben unter Wasser
Meere, Küsten und Meereslebewesen stehen unter Druck durch Überfischung, Plastik und steigende Wassertemperaturen. Dieses Ziel will das stoppen.
SDG 15 – Leben an Land
Wälder, Böden, Artenvielfalt: Die natürlichen Lebensgrundlagen schwinden. Dieses Ziel fordert, sie zu schützen vom Regenwald bis zum Stadtgrün vor der Haustür.
SDG 16 –
Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen
Ohne Frieden, ohne Rechtsstaat und ohne faire Institutionen funktioniert kein anderes Ziel. Transparenz, Mitbestimmung und Schutz vor Willkür gehören dazu.
SDG 17 –
Partnerschaften
Kein Land, kein Unternehmen, keine Genossenschaft schafft das allein. Zusammenarbeit – lokal wie global ist die Voraussetzung dafür, dass die anderen 16 Ziele überhaupt eine Chance haben.
In den kommenden Monaten erarbeiten wir mit unserer Nachhaltigkeitsstrategie einen Fahrplan wie jedes Nachhaltigkeitsziel direkt bei der DSW verankert ist und im Wohnalltag Berücksichtigung finden kann. Damit wir als DSW nicht nur einen Beitrag für den großen Plan der Agenda 2030 leisten, sondern auch für uns mit kleinen Schritten den Weg in Richtung Klimaneutralität bestreiten.
Alle Details finden Sie auf unserer Ratgeberseite zum Thema Nachhaltigkeit.
