Magdeburgs erster vertikaler Garten entsteht an Stadtfelder Hausfassade

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An einer Giebelseite eines Mehrfamilienhauses der Die Stadtfelder Wohnungsgenossenschaft (DSW) entsteht im August 2021 am Olvenstedter Platz ein außergewöhnliches und nachhaltiges Fassadenbegrünungsprojekt. Die Arbeiten dazu beginnen Anfang August und werden zwei Wochen dauern.

 

Für das erste Projekt seiner Art in der Landeshauptstadt haben sich gleich mehrere starke, lokale Partner zusammengetan. Die Wohnungsgenossenschaft Die Stadtfelder, META architektur GmbH, das IM STADTFELD // Geschäftsstraßenmanagement gestalten zusammen mit dem Künstler Alexander Hanke (Zum Heimathafen) urbane Zukunft in Magdeburg.

 

Was ursprünglich mal als vorsichtige Vision im Stadtfelder Büro META architektur GmbH seinen Anfang nahm, geht nun nach 4 Jahren Konzeption, Planung und Partnersuche in die konkrete Umsetzung. Im August diesen Jahres beginnen die Arbeiten an einer Giebelseite am Olvenstedter Platz.

„Wir konnte die Wohnungsgenossenschaft Die Stadtfelder von unserer Idee überzeugen und sie als Projektpartner gewinnen. Die schloss die Finanzierungslücke, ein Großteil für die Umsetzung des Projektes kommen aus Städtebaufördermitteln. Diesen Mut hat es als letzten Schritt noch gebraucht.“, so Architekt Andreas Müller (META architektur GmbH), der das Projekt steuert.

 

Urbane Zukunft gestalten

Den Entwurf für die Fassade, die zu einem Teil aus Kunst und aus Grün bestehen soll, lieferte der aus Magdeburg stammende Künstler Alexander Hanke von Zum Heimathafen, in enger Abstimmung mit allen Beteiligten. Zu sehen ist ein Astronaut und eine Rakete, welche den Start in eine grüne Zukunft symbolisieren. Die Rakete wird begrünt, der Astronaut vom Künstler gemalt.

Für die DSW und META architektur steht das gewählte Motiv für den Anspruch, sich aktiv mit den Themen Umwelt, Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu befassen und Lösungen für eine grünere Zukunft in der Heimatstadt konkret umzusetzen.

 

Die Auswahl des zu begrünenden Giebels wurde gemeinsam mit dem IM STADTFELD // Geschäftsstraßenmanagement getroffen. „Markant und prominent am Olvenstedter Platz steht die ausgewählte Hauswand für eine gute Gemeinschaft in attraktiver Wohngegend und wird eine starke und identitätsstiftende Wirkung in den Stadtraum haben.“, so Franziska Briese, die das Konzept und den Antrag für das Projekt verfasst hat.

 

Experten für die Begrünung des Hausgiebels arbeiten Hand in Hand an der Realisierung

Für die Begrünung des Hausgiebels am Olvenstedter Platz haben die Initiatoren DSW und META ein erfahrenes Team von Experten gewinnen können. „Für das erste Projekt dieser Art, müssen wir uns auf die jahrelange Expertise erfahrener Partner verlassen können. Ziel sollte es sein, diese Kompetenz auch hier vor Ort ausbilden zu können.“, so Judy Kolberg, Leiterin Marketing der Genossenschaft.

Die Firma Vertiko aus Süddeutschland arbeitet seit Jahren daran, Städte lebenswerter zu machen und hat schon zahlreiche Fassaden- und Dachbegrünungsprojekte realisiert. Ihr Spezialgebiet sind vertikale Begrünungsprojekte im Innen- und Außenbereich. Das sind Flächen, die meist als ungenutzte Mauern, bzw. Außenwände keine weiteren Funktionen haben.

 

Die Vorteile einer grünen Fassade

Im immer knapper werdenden Raum für Stadtgrün und in Zeiten des Klimawandels, werden Dächer und Fassaden künftig eine immer größere Rolle spielen. Die Vorteile liegen klar auf der Hand.

Die Fassadenbegrünung sieht nicht nur gut aus, sie fördert ein gesundes Mikroklima und schützt die Fassade wie ein grüner Mantel vor Nässe, Hagel und Hitze. Außerdem bindet sie Schadstoffe und sorgt für ein angenehmes Mikroklima. Im Sommer wirkt sie kühlend im Stadtraum, im Winter isoliert sie die Fassade und trägt zu einem geringeren Energieverbrauch bei. Das frische Grün bettet das Gebäude in die Landschaft ein und bildet einen vertikalen Biotop, in dem sich zum Beispiel Vögel wohlfühlen.

Da die Begrünung auf einer Konstruktion aufgebracht wird, besteht kein Risiko, zur Schädigung der Fassade. Eine Herausforderung wird die automatische Bewässerung darstellen, da die ausgewählte Giebelseite des Hauses nach Süden zeigt. Hier hilft die jahrelange Erfahrung der beteiligten Firmen.

Die Luft rund um die Fassade wird von Schadstoffen und Schmutz gereinigt, die Energiekosten des Gebäudes reduziert und der Aufheizungseffekt von Beton vermindert. Zudem sind begrünte Fassaden heute noch etwas Besonderes und ziehen die Blicke auf sich. Vertiko hat für das Gebäude der DSW am Olvenstedter Platz das Begrünungssystem entwickelt.

Die Installation wird ab Anfang August von der Firma Leonhards Garten und Landschaftsbau vorgenommen. Leonhards gestaltet seit Jahren Landschaften auf und an Gebäuden.

 

Keine Kosten für die Mieter

Das Fassadenbegrünungsprojekt am Olvenstedter Platz wird von der Städtebauförderung mit 75 Prozent der Kosten gefördert. Die Bewässerungs-kosten für Strom und Wasser werden von der Wohnungsgenossenschaft Die Stadtfelder übernommen. Die Unterhaltskosten für die automatische Bewässerung werden nicht in die Betriebskostenabrechnung für die Mieter einfließen.

 

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Quelle: Alexander Hanke
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