Hoffnung für 2021

|   Die Stadtfelder-News

Seit fast einem Jahr hält uns das Coronavirus auf Trab und beeinträchtigt das Freizeit-, das Schul-und das Arbeitsleben. Doch trotz der zahlreichen negativen Auswirkungen, von denen wir noch längst nicht alle einschätzen können, gibt es in diesen Zeiten der Krise doch immer wieder positive Beispiele – eine Art Leuchten am Horizont. So haben wir von der Stadtfelder Wohnungsgenossenschaft von einer unserer Hausgemeinschaften erfahren, dass sie ungeachtet der Pandemie näher zusammengerückt sind. Das funktioniert eben auch, wenn man Abstand hält. Angefangen hatte das bereits im März, als ein Magdeburger Feuerwehrmann dazu aufrief, gemeinsam auf Balkonen und an geöffneten Fenstern zu singen. Zwei Väter aus der Hausgemeinschaft im Meseberger Weg sprangen auf den Zug auf und spielten über eine Musikbox das Magdeburger Lied, um weitere Anwohner zum Singen zu animieren. Jede Woche beteiligten sich mehr Hausbewohner an dieser Aktion und auf diese Weise kamen Nachbarn ins Gespräch, die vorher noch nicht viel miteinander zu tun hatten. Dieses Gemeinschaftsgefühl trug sie durch das gesamte Jahr. Je nach Möglichkeit wurde im Innenhof gegrillt – mit einem von den Bewohnern gemeinsam gekauften Grill – oder Anlässe wie Geburtstage zum Feiern im dazu umdekorierten Trockenraum genutzt. Zwar mussten etliche Feiern aufgrund der zum jeweiligen Zeitpunkt geltenden Maßnahmen ausfallen, aber die Mieter sind sich einig, dass diese so bald wie möglich nachgeholt werden. Auch die Nachbarn wurden einbezogen, die nicht mehr mobil sind und regelmäßig vom Pflegedienst versorgt werden. Besondere Tage wie Halloween oder Weihnachten wurden genutzt, um das Haus zu verschönern und so Kollektivität zu demonstrieren. Es wurde nicht nur ein gemeinschaftlicher Weihnachtsbaum besorgt, auch der Weihnachtsmann klingelte an jeder Wohnungstür und überraschte die Bewohner mit Süßigkeiten. Dass in dieser Zeit, in der Regeln das Leben erschweren, Nachbarn zusammenhalten – ob jung oder alt, ob neu eingezogen oder schon länger dort wohnend – und sich gegenseitig helfen, gibt uns Hoffnung und Mut für 2021 und die Herausforderungen, die das Jahr mit sich bringt.

Bleiben auch Sie hoffnungsvoll!

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